Nudeln
1988, Hörspiel, Dialekt
Ein ziemlich stupides Kollegium beim „Jahresabschlussessen“ mit all dem entlarvenden und schreienden Stumpf- und Schwachsinn, der hierzulande bei einem solch bemühenden Anlass im Verlaufe eines Abends am Tisch mit zunehmendem Alkoholkonsum jeweils zu hören ist. Ein sehr komisches, sehr lustiges, sehr gut gemachtes Kunst-Stück, womöglich mein bestes überhaupt, von Charles Benoit kongenial sog. „schmutzig“ inszeniert. Nicht wenige Leute in meiner näheren Umgebung fühlten sich danach persönlich beleidigt. Zu Recht. Das Hörspiel jedenfalls, auf das ich eindeutig am meisten stolz bin. Es hört sich sehr leicht und durchaus authentisch an, obwohl gerade diese verwickelten Dialoge voller unvollständiger Sätze, absurder Gedankenfolgen, verschlungener Widersprüche und verquerer Syntax technisch recht schwer herzustellen waren – das ist wohl das treffendste Fazit und das größte Kompliment zugleich, das ich mir selber machen kann. Mir war damals jedenfalls sofort klar: Nach "Nudeln" kann in diesem Bereich nichts Besseres mehr von meiner Seite kommen, und man sollte bekanntlich dann aufhören, wenn es am schönsten ist.